Dr. phil. Ahmet  KURT
 Heilpraktiker  und  Osteopath BAO 
Zeppelinstraße 25 , 81541 München-Au,Tel. 089/ 189 577 28

 

Osteopathie während der Schwangerschaft

Um den Körperauf eine unproblematische Schwangerschaft vorzubereiten,beginnt eine osteopathische Behandlung im Idealfall vor einer Schwangerschaft. Bestehende Dysfunktionen besonders im Bereich des Beckens können aufgehoben, Narbenzüge von früheren Operationen oder Entzündungen gelöst, eine gute Durchblutung der Gebärmutter und ein ausgeglichenes vegetatives Nervensystem unterstützt werden.

Der Verlauf der Schwangerschaft hat einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Kindes, auf den Geburtsverlauf, sowie auf die Gesundheit der werdenden Mutter.
Das wachsende Kind nimmt im Laufe der Schwangerschaft immer mehr Platz im Mutterleib ein. Dadurch erhöht sich der Druck auf die Nachbarstrukturen: Organe, Blutgefäße, Lymphbahnen und Beckenboden. Die Bänder und Muskeln des Beckens werden nachgiebiger.

Durch die Anpassung des Skelettsystems an diese neue Situation verändert sich auch die Statik. Es können unterschiedlichste Probleme und Beschwerden auftreten, wie z.B.:
Rückenschmerzen, Ischiasprobleme,Beeinträchtigung der Atmung, Harndrang, Blasenentzündung, Ziehen im Unterleib. Darmträgheit, Muskelkrämpfe, Ödeme und Krampfadern, wechselhafte Stimmung (Hormonveränderung), Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel.

Die osteopathische Begleitung der Schwangerschaft kann:
- eine gute Anpassung an die während dieser Zeit auftretenden Veränderungen
ermöglichen und schwangerschaftsbedingte Beschwerden lindern.
- den Muskeltonus des Beckenbodens ausgleichen und elastisch halten.
- eine eventuelle Bewegungseinschränkung des Beckengürtels, insbesondere des
  Steißbeins beheben.
- den für die Geburt wichtigen Psoasmuskel („Geburtsrutsche“) entspannen.
- Innervation von Blase, Darm und Schließmuskeln günstig beeinflussen, 
- den Kreislauf von Mutter und Kind, vor allem  den mit zunehmendem Bauchumfang
  erschwerten venösen Rückfluss verbessern und damit auch die Entstauung von
  Wassereinlagerungen in den Beinen fördern.
- Kompressionen der Organe und Gefäße durch das Gewicht des Kindes verhindern,
  damit das Kind optimal  mit Sauerstoff versorgt wird,
- das Drehen des Kindes in die richtige Geburtslage unterstützen.

Somit werden Schwangerschaft und Geburt erleichtert, die werdende Mutter kann diese Zeit positiv erleben und für ihr ungeborenes Kind wird eine gute Umgebung für seine Entwicklung geschaffen.

Eine osteopathische Behandlung bald nach der Geburt dient dazu, die körperlichen Veränderungen der Mutter zu begleiten, Beckenboden-Stabilität und Rückbildung des Gewebes zu fördern, sowie die Erholung von den Belastungen durch Schwangerschaft und Geburt zu unterstützen. Sollte doch ein Kaiserschnitt notwendig geworden sein, kann eine osteopathische Behandlung für eine gute Ausheilung sorgen und somit späteren Problemen durch Verwachsungen vorbeugen.